Der Urlaubs-Geheimtipp 2008/2009

Vorab: man kann sich natürlich trefflich darüber streiten, ob ein Geheimtipp noch einer ist, wenn er im Internet steht. Da uns die beiden Gastgeber und Ihr LE PETIT CHATEAU, über die ich im Folgenden berichte, aber so ans Herz gewachsen sind, dass es mir ein echtes Bedürfnis ist, für ein rappelvolles Haus zu sorgen (was bei vier feinen Zimmern auch nicht so schwer sein dürfte) hier nun der Urlaubs-Geheimtipp:

Das Le Petit Chateau war ursprünglich eine mehrere hundert Jahre alte Ruine, die Andrea (italienischer Männer-Vorname) und Novella – nervenstarke Baumeister, großartige Köche, liebenswerte Gastgeber und amüsante Gesprächspartner (wenn man will) – zu eben jenem Geheimtip reanimiert haben. Knapp 5 km südlich von Finale Ligure, 70 km westlich von Genua und 110 km nordöstlich von Monaco in den Hügeln Liguriens, übernachtet man dort in 4 individuell eingerichteten Doppelzimmern (natürlich nicht gleichzeitig ;-)) für mega faire 65,- Eurolinchen die Nacht — inkl. Frühstück, versteht sich.

Und wer jetzt „ich will aber ans Meer“ nörgelt: zum Strand dauert´s 12 bis 20 Minuten je nach dem, welche Art von Strand man mag: Entweder die an die 70ger Jahre Eis-am-Stiel-Filme erinnernden, mit gestreiften Umkleidehäuschen umstellten und „sehr kommunikativen“ Ortsstrände oder die traumhaft schönen Fein-Kies-Strände außerhalb der Küstenorte — wahlweise mit oder ohne Bar — aber immer mit absolut glasklarem Wasser. (Letztere waren dann eher unser Ding.)

Nach einem solchen Strandtag, dem Besuch einer Olivenöl-Manufaktur oder Winzerei, dem Bummel durch  Finale Ligure oder einem entspannten Tagestripp nach Monte Carlo, wird man dann im Le PetitChateau äußerst gekonnt ligurisch bekocht: angefangen beim frisch gebackenen Wallnuss-, Oliven- oder Safran-Brot, über eine herrliche Portion Pasta mit selbst gemachtem Pesto, frischen Ravioli oder etwa Wildschweinschinken mit Pfirsich, bis hin zu in Folie gegrillten Fischfilets (keine Ahnung welche), die äußerst raffiniert abgeschmeckt waren (ebenfalls keine Ahnung wie). Alles ohne Schnickschnack, mit einfachen aber guten Weinen (z. B. einem leicht moussierenden Lumassina) und, wie gesagt, mit einem Gastronomen-Pärchen aus Leidenschaft.

Kurzum: Falls ihr da mal hin wollt bestellt Andrea und Novella bitte ganz, ganz herzliche Grüße von Sabine und Andreas. Mit Novella kann man übrigens prima — unter Zuhilfenahme von Händen und Füßen–  englisch reden. Mailen geht natürlich auch. Dann fehlen aber die Hände und Füße.

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Hier noch drei Hinweise zur Anreise:

1. Wer Zwecks Routenplanung bei GoogleMaps nach dem Le Petit Chateau sucht, wird 2 Einträge finden. Einen, der Dank der Blödheit der italienischen Yellowpages falsch ist und einen, den wir noch während unseres Urlaubs zusammen mit Novella eingetragen haben. Richtig ist also:

Locanda Bar Ristorante Le Petit Chateau
Via Finale, 22
17028 Vezzi Portio
Handy Novella Ivaldi: +39 – 348-2626283
(ja, die Nummer funktioniert so aus Deutschland)

Mail: info@lepetitchateauonline.com

Und falls jetzt jemand erschrocken ist, dass das Le Petit Chateau direkt an der Autobahn liegt: das braucht auch den schlafgestörtesten Zeitgenossen nicht zu irritieren. Denn vom Highway hört man nur etwas, wenn man vor dem Haupteingang steht. Die wunderbaren Zimmer sind von der Autobahn weg und absolut ruhig.

2. Wer Abends im Dunkeln anreist, wird auf den letzten 150 m eine etwas ruppig wirkende Schotter-Auffahrt zum Le Petit Chateau vorfinden, die gerade im Scheinwerferlicht zuerst etwas abenteuerlich wirkt. Keine Sorge!!! Wir sind ohne Probleme mit einem niegelnagelneuen 1er Cabriolet meiner Göttergattin oben angekommen. (Zugegeben: ein tiefer gelegter 911er hätte vielleicht Probleme ;-)) Und zur Ehrenrettung unserer Gastgeber: Der Schotterweg gehört der Kommune, die bereits drei mal eine Renovierung durch Novella und Andrea abgelehnt haben aber selbst Ihren dicken Hintern nicht hoch kriegen. (Das zum Thema „Wirtschaftsförderung in Ligurien“.)

3. Wer von Düsseldorf aus keine Lust auf 1.050 Non-Stop-Fahrt hat: ebenfalls verdammt viel Flair hat das San Giorgio am Comer See. Von da aus sind´s dann am nächsten Tag nur noch flotte 250 km — logischerweise via Mailand.

So. Viel Spaß!

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