Links 01/10: Heute alles über Luft – gepresste, dünne und heiße.

1. Luftpumpen-Espresso

Handpresso

Zugegeben: Begriffe wie etwa „wandern“, „skifahren“ oder gar  „spazierengehen“ verursachen bei mir eher Unbehagen denn Vorfreude auf Freiheit und Abenteuer. Doch für den unwahrscheinlichen aber nie auszuschließenden Fall eines durch Fremdeinwirkung (stumpfer Gegenstand oder so) verursachten Sinneswandels habe ich mir vorgenommen, auf jeden Fall dieses 476 Gramm schwere Espressomaschinchen nebst 50 ml heißem Wasser mitzunehmen. Denn wenn schon outdoor, dann doch bitte schön stilvoll mit 16 Bar auf der Pumpe und gediegenem Crema in der Tasse.

Ob man mit dem Teil auch Luftmatratzen aufpusten kann, steht da nicht.

(Ebenfalls sehr innovativ – wenn auch eher antizyklisch und völlig unpassend zur Headline – ist diese Vorjahresterminaltriebsprothese. Mein Vater hätte selbige bei seinem alljährlichen Bestreben, uns den perfekten Weihnachtsbaum zu bescheren, enorm zu schätzen gewusst ;-))

Nun aber mal ernsthaft …

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2. Innovationskultur: verdammt dünne Luft für Ideengeber.

Sagt nicht nur der Innovation Navigator 2009 von Horváth & Partners und begründet dies unter anderem mit folgenden Untersuchungsergebnissen:

„ … Zwar gehen 88 % der befragten Führungskräfte davon aus, dass in Deutschland ein großes Potenzial zur Generierung bedeutender Ideen in den Unternehmen schlummert. … Aber nur jeder zweite Befragte bezeichnete sein Unternehmen als offen für neue Ideen. Und in nur 50% aller Fälle besteht die Möglichkeit, außergewöhnliche Ideen zu äußern, ohne in ein negatives Licht zu geraten. … Ähnlich verhält es sich mit den Kulturelementen „Risikobereitschaft“ und „aktives Vorleben. … ”

Das Fazit von Horváth & Partners  lautet: „Letztlich zeigt sich, dass Ideengeber in weniger erfolgreichen Unternehmen weitaus geringere Motivation und Unterstützung erfahren als in erfolgreichen.”

Bestätigt wird all das auch durch Berechnungen des DIW und dem Artikel  „Rettungsring für Unternehmen – Innovationen als Werkzeug gegen die Krise” aus dem Innovationsmanager, einer Publikation des  FAZ-Instituts.

Kurzum: Muss was dran sein.

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3. Scholz & Friends bläst für Innovationen

Zumindest versucht Sebastian Turner, Partner der Scholz & Friends Gruppe und Aufsichtsrat der Scholz & Friends Holding Commarco, als Gastautor im Blog der Axel Springer-Akademie frischen Wind ins Thema zu bringen. Mit dem netten Beispiel vom Siebenmaster  und mit dem feinen Satz: „Meist hängen Erfolg und Misserfolg nicht am Geld, sondern am Geist: an der Fähigkeit und Bereitschaft, Innovation zu erkennen, wertzuschätzen und erfolgreich zu verwirklichen.” Damit widerspricht Herr Turner gleich noch charmant dem oben gezeigten Diagramm des Innovationsmanagers (zwei Balken über dem blauen Kringel).

Was er aber leider nicht tut – weder auf der Scholz & Friends Website noch im Gast-Blogbeitrag – ist die Frage zu beantworten (oder zumindest anzureißen), was eine der Top-Agenturen Deutschlands zu tun gedenkt, um den Innovationsstandort Deutschland voran zu bringen. Immer nach dem selbst gewählten Motto seines Beitrages: „Innovationsvorsprung kann nur erringen, wer sich selbst und alles Bewährte immer wieder infrage stellt. Diese Freude sollten wir uns machen.” Schade eigentlich. Aber vielleicht kommt da ja noch was.

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