Links 03/08 – Frauen sind ein Megatrend !


Klar. Als wenn wir Jungs das nicht gewusst hätten. Allerding hätte das vermutlich keiner von uns so hübsch beschreiben können, wie das Zukunftsinstitut das in der Studie „Sexystyles 2010“ für die Beate Uhse AG getan hat. Außerdem gibt´s noch vier weitere Mega-Trends: Individualisierung, Silberne Revolution, Digitalisierung und der Dauerbrenner Wertewandel — natürlich alle aus dem Blickwinkel der, sagen wir mal „Erotik“.

—> Download „Sexystyles 2010

 

Schon wieder was mit „zwanzig10”

Diesmal von der „Kulturhauptstadt Europas”, dem RuhrpottUnd im Gegensatz zum altbekannten Spruch: „Mutter, hol mich vonne Zeche, ich kann dat Schwatte nich mehr sehn!” geht´s hier richtig bunt zu. (Peter, ruf mich bitte an, falls sich deinen Spruch falsch zitiert habe ;-))

Bemerkenswert: es gibt tatsächlich einen RSS-Feed für die Seite (den ich aber nicht verlinken kann — systembedingt oder weil ich zu blöd dazu bin.) Also hier klicken, als Windows-User hoffen, dass die RSS-Funktion aktiviert ist und dann die News abonnieren. Könnte interessant werden.

 

Multikulti mach Marken wässrig …

… und noch vieles mehr. Sagt jedenfalls der RSG-Newsletter 2/2008. Ganz gelesen habe ich den immer noch nicht, weil es mich jedesmal bei dem lieblosen Layout graust und ich mich in den riesengroßen Blocksatz-Löchern verliere. Aber so sind sie eben, die Marktforscher: blitzgescheit aber bar jeden Stilempfindens — was ja nicht unbedingt Einfluss auf die erforschten Fakten hat.

—> Download „RSG-Newsletter 2/2008

 

Herr Bedda-Denataksi Siggsdrendalcar …

… ist der absolute Hammer, den ich eben im Jung v. Matt-Blog gefunden habe.

 

Links 02/08
Links 01/08

Was ich immer schon über Innovationen wissen wollte (sollte) …


… hat das Handelsblatt wirklich vorbildlich zusammengetragen. Und zwar im Rahmen der Aktion „Handelsblatt macht Schule”. Großes Kompliment!

Und wer jetzt der vorschnellen Auffassung ist, das eigene Know-how beim Thema Innovationen sei längst dem Schulniveau entwachsen: Pustekuchen!

Hier mal ein paar interessante Auszüge aus Kapitel V der „Unterrichtseinheit „Innovationen” (7,57 MB).

Seite 49: Definition „Innovation“

Innovation (zu latein. novare „erneuern“, „verändern“): die Erzeugung und Umsetzung von Neuerungen. Dazu gehören die Schaffung neuer Produkte (Produktinnovation) oder die Verbesserung bestehender Produkte (Verbesserungsinnovation), die Entwicklung neuer Herstellungsverfahren (Prozessinnovation oder Verfahrensinnovation) und die Einführung neuer Methoden der Organisation des Managements, die Erschließung neuer Märkte (z. B. Vertrieb über das Internet) sowie institutionelle Änderungen (institutionelle Innovation), z. B. technische Sicherheitsstandards und Umweltqualitätsnormen.

Seite 53: Bedeutung des Entrepreneurship

Der Begriff Entrepreneurship stammt aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum, wird aber zunehmend auch in Deutschland verwendet. Ursprünglich stammt er aus dem Französischen und leitet sich von „entreprendre“ ab, welches in etwa mit „unternehmen“ oder „etwas in die Hand nehmen“ übersetzt werden kann. Entrepreneurship lässt sich somit zunächst mit „Unternehmertum“ übersetzen.

Ausgehend von seiner ursprünglichen Bedeutung unterlag dieser Begriff im Laufe der Geschichte einem Bedeutungswandel, wie die Tabelle zeigt:

Seite 56: Innovationsfunktion des Wettbewerbs

Technischer Fortschritt bzw. Innovationen gelten als wichtigste Determinante für die langfristige Steigerung des Lebensstandards aufgrund von Wirtschaftswachstum. Dem Wettbewerb kommt hierbei eine Schlüsselfunktion zu, weil im Wettbewerb hohe Anreize bestehen, dass Unternehmen neue Produkte und Produktionsverfahren entwickeln, um mit solchen Produkt- und Verfahrensinnovationen im Wettbewerb mit anderen vorzustoßen, ihre Marktanteile zu vergrößern und ihre Gewinne zu erhöhen. Gleichzeitig werden dadurch die zurückbleibenden Konkurrenten unter Wettbewerbsdruck gesetzt, so dass diese mit Imitationen oder eigenen neuen Innovationen wieder versuchen, die Konkurrenten einzuholen oder gar zu überholen. Dieser dynamische Prozess aus Vorstoßen, Nachziehen und Überholen im Wettbewerb führt dazu, dass ständig neue Innovationen kreiert, auf dem Markt ausprobiert und durch Imitation verbreitet werden. Vor allem Schumpeter hat die zentrale Bedeutung innovativer Unternehmer herausgearbeitet, die neue Innovationen kreieren und auf dem Markt durchsetzen.

Seite 87: Innovationsfähigkeit der Gesellschaft

Innovationsfähigkeit ist nicht nur eine Frage wirtschaftlicher und politischer Faktoren. In starkem Maße kommt es auf die Einstellungen und das Verhalten der Menschen an.

Je aufgeschlossener die Bürger eines Landes für neue wissenschaftliche und technologische Entwicklungen sind, desto mehr trägt das zu einem positiven gesellschaftlichen Klima für Innovationen bei. Das Ergebnis zeigt eine bemerkenswerte Ambivalenz, die in Deutschland besonders stark ausgeprägt ist: Viele Menschen glauben, dass Innovationen das Leben einfacher und gesünder sowie die Arbeit interessanter machen und dass sich Chancen für künftige Generationen ergeben. Gleichzeitig verbinden sie mit den Neuerungen aber auch Gefahren und negative Erwartungen.

In den Materialien zur Unterrichtseinheit Innovationen findet sich dann auch der „Innovationsindikator 2007”, auf den die Unterrichtsinhalte in einigen Teilen Bezug nehmen. Dort gab es dann noch drei Charts, die ich hier einfach mal unkommentiert zum Besten gebe

;-))))))

(Innovationsindikator Seite 24)

(Innovationsindikator Seite 40)

(Innovationsindikator Seite 42)

Fazit: absolut lesenswert !

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> Handelsblatt macht Schule
—>Unterrichtseinheit „Innovationen”
—>Innovationsindikator 2007

Trends und Ideen – Inspirationen aus aller Welt …


… das ist der – vorläufige(?) – Titel des neuen trendforum-Forums bei XING ( vom Managementforum Starnberg GmbH. bzw. dem .

Und so ähnlich lautet auch immer mal wieder eine Aufgabenstellung, die ich in meinem Job gestellt bekommen: „Können Sie uns nicht mal die aktuellen Trends, Ideen und Inspirationen präsentieren — möglichst aus aller Welt?”

Manchmal mache ich´s mir einfach und zeige nur kurz das wirklich feine „Did you know”-Filmchen.

Meistens jedoch graust es mir bei dem Gedanken, erneut über „Sustainability”, über „Glück” das „Mitmach-Web” oder „virale Kommunikation” etc. pp. zu erzählen. 

  • Erstens, weil solche Megatrends längst hinreichend besprochen wurden. 
  • Zweitens, weil sie bei genauerer Betrachtung häufig ziemlich oberflächlich sind. (Und ich hasse es, oberflächlich zu sein – ja ehrlich, das geht sogar Werbern so – manchmal jedenfalls ;-)) 
  • Drittens, weil der Nutzwert solcher „Trends” häufig darin besteht, das Gewissen der geneigten Zuhörer zu beruhigen, ihnen also beim Vortrag das gute Gefühl zu vermitteln, sie seien auf der Höhe der Zeit.

Nun ist grundsätzlich natürlich rein gar nichts dagegen einzuwenden, Menschen ein gutes Gefühl zu geben. Problematisch wird´s nur, wenn dieses „Sich-bestätigen-Lassen” dazu führt, dass ein solcherart beglückter Teilnehmer anschließend der Überzeugung ist, alles sei bestens, nichts sei mehr zu tun (zum Beispiel, weil man den neuen Unternehmensfilm ganz raffiniert, ergo viral, über das eigene, alle Mitarbeiter nachhaltig glücklich machende Web 2.0 Firmenblog unters Volk bringt ;-))

Deshalb würde mich im trendforum-Forum vor allem eines interessieren:

  • Was habt ihr für Schlüsse aus den euch bekannten Trends gezogen?
  • Welche Änderungen hat es daraufhin in welchem Unternehmensbereich gegeben?
  • Und vor allem: welche Hürden gab es bei der Realisierung?

Klar, das zu kommunizieren ist nicht unkritisch. Aber man kann´s ja mal versuchen. Und der neue Titel des Forums hieße dann beispielsweise: 

Trend-Praxis — was daraus wurde.

 

Der Urlaubs-Geheimtipp 2008/2009


Vorab: man kann sich natürlich trefflich darüber streiten, ob ein Geheimtipp noch einer ist, wenn er im Internet steht. Da uns die beiden Gastgeber und Ihr LE PETIT CHATEAU, über die ich im Folgenden berichte, aber so ans Herz gewachsen sind, dass es mir ein echtes Bedürfnis ist, für ein rappelvolles Haus zu sorgen (was bei vier feinen Zimmern auch nicht so schwer sein dürfte) hier nun der Urlaubs-Geheimtipp:

Das Le Petit Chateau war ursprünglich eine mehrere hundert Jahre alte Ruine, die Andrea (italienischer Männer-Vorname) und Novella – nervenstarke Baumeister, großartige Köche, liebenswerte Gastgeber und amüsante Gesprächspartner (wenn man will) – zu eben jenem Geheimtip reanimiert haben. Knapp 5 km südlich von Finale Ligure, 70 km westlich von Genua und 110 km nordöstlich von Monaco in den Hügeln Liguriens, übernachtet man dort in 4 individuell eingerichteten Doppelzimmern (natürlich nicht gleichzeitig ;-)) für mega faire 65,- Eurolinchen die Nacht — inkl. Frühstück, versteht sich.

Und wer jetzt „ich will aber ans Meer“ nörgelt: zum Strand dauert´s 12 bis 20 Minuten je nach dem, welche Art von Strand man mag: Entweder die an die 70ger Jahre Eis-am-Stiel-Filme erinnernden, mit gestreiften Umkleidehäuschen umstellten und „sehr kommunikativen“ Ortsstrände oder die traumhaft schönen Fein-Kies-Strände außerhalb der Küstenorte — wahlweise mit oder ohne Bar — aber immer mit absolut glasklarem Wasser. (Letztere waren dann eher unser Ding.)

Nach einem solchen Strandtag, dem Besuch einer Olivenöl-Manufaktur oder Winzerei, dem Bummel durch  Finale Ligure oder einem entspannten Tagestripp nach Monte Carlo, wird man dann im Le PetitChateau äußerst gekonnt ligurisch bekocht: angefangen beim frisch gebackenen Wallnuss-, Oliven- oder Safran-Brot, über eine herrliche Portion Pasta mit selbst gemachtem Pesto, frischen Ravioli oder etwa Wildschweinschinken mit Pfirsich, bis hin zu in Folie gegrillten Fischfilets (keine Ahnung welche), die äußerst raffiniert abgeschmeckt waren (ebenfalls keine Ahnung wie). Alles ohne Schnickschnack, mit einfachen aber guten Weinen (z. B. einem leicht moussierenden Lumassina) und, wie gesagt, mit einem Gastronomen-Pärchen aus Leidenschaft.

Kurzum: Falls ihr da mal hin wollt bestellt Andrea und Novella bitte ganz, ganz herzliche Grüße von Sabine und Andreas. Mit Novella kann man übrigens prima — unter Zuhilfenahme von Händen und Füßen–  englisch reden. Mailen geht natürlich auch. Dann fehlen aber die Hände und Füße.

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Hier noch drei Hinweise zur Anreise:

1. Wer Zwecks Routenplanung bei GoogleMaps nach dem Le Petit Chateau sucht, wird 2 Einträge finden. Einen, der Dank der Blödheit der italienischen Yellowpages falsch ist und einen, den wir noch während unseres Urlaubs zusammen mit Novella eingetragen haben. Richtig ist also:

Locanda Bar Ristorante Le Petit Chateau
Via Finale, 22
17028 Vezzi Portio
Handy Novella Ivaldi: +39 – 348-2626283
(ja, die Nummer funktioniert so aus Deutschland)

Mail: info@lepetitchateauonline.com

Und falls jetzt jemand erschrocken ist, dass das Le Petit Chateau direkt an der Autobahn liegt: das braucht auch den schlafgestörtesten Zeitgenossen nicht zu irritieren. Denn vom Highway hört man nur etwas, wenn man vor dem Haupteingang steht. Die wunderbaren Zimmer sind von der Autobahn weg und absolut ruhig.

2. Wer Abends im Dunkeln anreist, wird auf den letzten 150 m eine etwas ruppig wirkende Schotter-Auffahrt zum Le Petit Chateau vorfinden, die gerade im Scheinwerferlicht zuerst etwas abenteuerlich wirkt. Keine Sorge!!! Wir sind ohne Probleme mit einem niegelnagelneuen 1er Cabriolet meiner Göttergattin oben angekommen. (Zugegeben: ein tiefer gelegter 911er hätte vielleicht Probleme ;-)) Und zur Ehrenrettung unserer Gastgeber: Der Schotterweg gehört der Kommune, die bereits drei mal eine Renovierung durch Novella und Andrea abgelehnt haben aber selbst Ihren dicken Hintern nicht hoch kriegen. (Das zum Thema „Wirtschaftsförderung in Ligurien“.)

3. Wer von Düsseldorf aus keine Lust auf 1.050 Non-Stop-Fahrt hat: ebenfalls verdammt viel Flair hat das San Giorgio am Comer See. Von da aus sind´s dann am nächsten Tag nur noch flotte 250 km — logischerweise via Mailand.

So. Viel Spaß!

Bitte mal ganz langsam und genüsslich auf der geistig-moralischen Zunge zergehen lassen …


 

Das „MittelstandsBlog“ schrieb am 15. Juli:

„Die Dienstleister der Informationsgesellschaft, zu denen wissensintensive und IKT-Dienstleister gehören, waren in den vergangenen zwölf Monaten sehr innovativ. 

Etwa 39% der Unternehmen haben ihr Dienstleistungsangebot ausgeweitet, indem sie sich beispielsweise neue Kundengruppen oder Marktsegmente erschlossen haben. 

(Es ist also innovativ, wenn ich Düsseldorfer Löwensenf neuerdings auch an Kölner verkaufe !?!)

Rund 34% haben ihr Angebot differenziert, indem sie unter anderem Servicezeiten geändert oder ihr Angebot ergänzt haben. 

(Bitte rufen Sie unsere Hotline nicht mehr von 9:00 bis 12:00 Uhr, sondern von 10:00 bis 13:00 Uhr an. Ja geht´s denn noch!)

Immerhin 20% der Unternehmen haben ihr Dienstleistungsangebot standardisiert. …“

(Mit anderen Worten: weniger Individualität. Das nenn ich mal innovativ. :-((

Für diesen unsäglichen Murks verantwortlich sind:

Allerdings brachte mich das auf die Idee, eine neue Rubrik im Blog zu schaffen: Inno-Unsinn

Wem also ähnliche Stilblüten bekannt sind, bitte unbedingt mailen: a.frank(at)frankundlange.de

Neue Cook & Coach-Staffel


Passend zur Studie „Deutschland, ein Land der Innovatoren?“ (siehe brand eins/2008, Interview) gibt es jetzt wieder ganz frische COOK & COACH-Termine.

Wer damit noch nichts anzufangen weiss:  Bei Cook&Coach®, unserem Seminar-Event für Führungskräfte, lernen man mit jeder Menge Spaß in Küche und Tagungsraum ungewöhnliche Tools und Methoden kennen, mit denen man in Zukunft Innovationen noch besser möglich macht.http://www.cookandcoach.de

Neben der Präsentation der o. g. Studie trainieren wir aktuelle Methoden aus dem Neuro-Marketing. Unter anderem mit dem Ziel, die Motive von Bedenkenträgern und Ideenbremsern (intern wie extern) verstehen zu können. Schließlich gilt es, deren Know how optimal in Innovationsprozesse zu integrieren.

Und natürlich geht es bei der gemeinsamen Zubereitung (und Verzehr) eines ambitionierten 5-Gänge-Menus auch diesmal um die Frage, was Sterneküche und Innovations-Management miteinander zu tun haben.

Kurzum: noch sind an den folgenden Termine (jeweils von 12:00 bis 23:00 Uhr) Plätze frei:

Dienstag, 09. September

Dienstag, 16. September

Dienstag, 21. Oktober

Anmeldung und Kosten findet ihr direkt hier: http://www.cookandcoach.de

RP 21.06.2006 „Ab 20 will man keinen Wandel mehr …


Die Rheinische Post schrieb am 21.06.2008:

„…Je erwachsener Menschen werden, desto weniger offen sind sie für Veränderungen. … Der Prozess beginnt mit Anfang zwanzig. Dann geht´s bergab mit der Veränderungsbereitschaft. …“

Kompletter Artikel als PDF

 

 

Braucht man einen „Querdenker-Club“???


Bookmark and Share

Bin vor wenigen Tagen zum XING-Querdenker-Club eingeladen worden. 

Mitglied in einem Club zu sein, schmeichelt – einerseits. Andererseits drängte sich mir natürlich die Frage auf (abgesehen davon, dass ich nicht weiss, ob ich ein Querdenker bin), ob Menschen, die die Fähigkeit besitzen, quer zu denken, wirklich gut in einem Club aufgehoben sind, anstatt diese Eigenschaft überall dort – also außerhalb eines Clubs – einzubringen, wo Querdenken für frische Inspiration sorgen könnte.

Da die Beiträge in den Foren mittlerweile für alle freigeschaltet sind, hier der Link zur XING-Diskussion.

Falls das nicht funktioniert, hier mein erster Forumsbeitrag:

Lieber Herr Ehrl,

liebe Querdenker,

dass wir uns alle für Querdenker halten — was auch immer jeder für sich damit verbindet — ist ja eine feine Sache. 

Aber braucht es dafür einen eigenen Club? 

Noch dazu einen, dessen Inhalte erst sichtbar werden, wenn man Clubmitglied wird — obwohl sich dieser Club ja eigentlich die Verbreitung des Querdenkertums auf die Fahnen geschrieben hat?

Braucht man eine Community, die sich einzig und alleine durch eine spezielle Mentalität auszeichnet und wird es zukünftig noch Schnelldenker-, Bedächtigdenker- oder Nulldenker-Clubs geben? 

Macht es nicht mehr Sinn, diese wichtige persönliche Eigenschaft bei all den Themen / Foren einzubringen, die unsere Inspiration brauchen, anstatt hinter verschlossenen Clubtüren darüber zu philosophieren?

Nun, ganz ehrlich, ich glaube dass eine geistig-moralische Haltung bzw. eine mentale Fähigkeit nicht für einen eigenen Club ausreicht. Mit anderen Worten: Ich schaue mir das jetzt mal bis Ende nächster Woche an. Wenn sich mir in meiner geballten Begriffsstutzigkeit bis dahin der Sinn dieser Gruppe doch noch erschließt, was im Moment definitiv nicht der Fall ist, bleibe ich Club-Mitglied. Ansonsten werde ich meine Fähigkeiten zum Querdenken wieder auf Foren konzentrieren, die Antworten anstatt Gemeinschaftsgefühl wollen.

Mit skeptischen Grüßen ;-))

Andreas Frank

Kurzum: Macht ein „Querdenker-Club“ Sinn?

 

Gut für´s Ego:


Die brand eins hat ja nun ein Interview mit mir gemacht ( Heft 06/2008 ).

Hier der erste von hoffentlich vielen Kommentaren dazu:

Von: …@freyschreibt.de

Betreff: Beschwerde!

Datum: 30. Mai 2008 13:31:50 MESZ

An: …@frankundlange.de


Guten Tag,

es ist so. Man hat ja nun selten Kollegen, die pressemäßig anfangen, sauberühmt zu werden.

Wenn man nun aber so einen hat und man legt sich die Veröffentlichung ordentlich auf Termin, dann nützt diese badisch-schwäbische Sorgfalt überhaupt gar nix, wenn man plötzlich feststellt, Weiterlesen

Links 02/08


18.03.2008, PC Welt:   Innovation ohne Ziele

Eine Untersuchung der Unternehmensziele in Deutschland, Österreich und der Schweiz ergab, dass zwei Drittel der Betriebe nur wage Vorstellungen haben, wie ihr Wachstum angekurbelt werden kann und Innovationen von morgen aussehen sollen.

 

04.04.2008, ftd:   Vorsicht, neue Praktikanten!

Eine nette Typologie, bei der ich mich an diversen Stellen gefragt habe, weshalb die eigentlich nur für Praktikanten gilt :-))

 

03.04.08, webeblogger:   Anleitung zum Wieseldasein

Klasse Blogbeitrag von Patrick Breitenbach, der sich mit der spannenden Frage beschäftigt, wie hartnäckig man als Berater beraten darf bzw. soll und ab wann berechtigtes Besser-Wissen zur unangenehmen Klugscheißerei wird, ergo Reaktanz beim Kunden weckt – auch wenn man genau wegen dieses Experten-Know-hows engagiert wurde.

Besonders „tröstlich“ fand ich auch die Kommentare, die einem das angenehme Gefühl geben, nicht alleine dazustehen ;-))

 

04/2007, Lischke Consulting:    cases II 2007

Sehr gut geschriebenes Special zum Thema „Innovationskultur“ unter anderem mit folgenden Beiträgen:

  • Querdenker haben die besten Karten
  • Innovation braucht Freiheit
  • Artenschutz für Innovationsprozesse
  • Die Inspektion des Misserfolgs

 

11.01.2008, Armin Karge:   Web 2.0 verständlich erklärt

Wer eine kurze und kurzweiligen Erklärung von Begriffe wie etwa „Weblogs“, „ RSS“ oder „social networking“ sucht, wird hier fündig. Wirklich nett gemacht!

Wer daraufhin Lust hat, noch tiefer in das Thema einzusteigen, der wird hier fündig:

 

08.04.2008:   Web 2.0 – Der Film

Hier erfährt man in 35 Minuten eine ganze Menge über das Selbstverständnis von Web-2.0-Machern, über barcamps, über das, was Blogger über sich und das Bloggen sagen, über Web 2.0-Unternehmensgründungen und Investoren, über Tim O´ Reilly, dem „Erfinder“ des Begriffs „web 2.0“ über user generated contents, über „unsichtbare PCs“, über die Probleme des „semantischen Webs“, über  … 

Kurzum: man erfährt eine ganze Menge über ein sehr kontroverses Zukunftsthema – also eine Spielwiese für Innovationen (und darum geht es schließlich in diesem Blog ;-))

siehe auch (Links 01/08)

Zwei Nieten und ein halber Gewinn.


Seit Wochen schiebe ich die folgenden Perlen deutscher Innovations-Lust nun schon von einer Ecke in die nächste.

land_der_ideen_logo.jpg

Deutschland, Land der Ideen

„Die Initiative wird getragen von der Bundesregierung und der Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und führende Unternehmen.“

 

sachen_machen_logo.jpg

SACHEN MACHEN – Ideen made in Germany

Verein Deutscher Ingenieure  e.V. (VDI)

 

 

 

innovations_report_logo.jpg

innovations report, Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft  

IDEA TV Ges. für kommunikative Unternehmensbetreuung mbH

 

In Ermangelung eines RSS-Funktion schaue ich immer mal wieder rein, stelle jedes mal mit Verblüffung fest, wie viele „Partner“ bzw. „Vereinsmitglieder“ diese Seiten haben und versuche dann, den ein oder anderen Bericht zu lesen. Vergebens, denn nach wenigen Augenblicken klicke ich angenervt wieder alle Tabs zu.

Liegt das an der eher lieblosen Gestaltung? Liegt es an der Austauschbarkeit der Themen? Oder liegt es womöglich daran, dass die drei „Portale“ gar nichts mit Innovationen zu tun haben?

Nun, die in der Tat eher lustlose Gestaltung aller drei „Portale“ ist auf den ersten Blick zwar eine Hürden, aber keine unüberwindbare. Auch die Tatsache, dass Informationen zweit- oder drittverwertet werden, finde ich nicht unangenehm. Schließlich machen Bloger das auch tagtäglich (siehe Kurz-Diskussion beim Ideenverteiler). 

Die tatsächliche Gründe liegen meines Erachtens tiefer. Denn de facto hat keines dieser „Portale“ ernsthaft etwas mit Innovations-Förderung am Hut – jedenfalls nicht mit Herz und Leidenschaft. Und zwar aus folgenden Gründen:

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Deutschland, Land der Ideen ist wikipedia zufolge das von Scholz & Friends fortgeführte „FC Deutschland 06“-Konzept der Agentur „Zum goldenen Hirschen“, die damit ursprünglich positive Stimmung für das WM-Land Deutschland machen wollten. Von „Innovationen“ war bei deren Grundkonzept gar nicht die Rede. 

Mittlerweile mischt alles mit, was Rang und Namen hat: angefangen bei Bundespräsident Horst Köhler, über Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Frau Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, bis hin zum BDI und Kuratoriums-Mitgliedern wie etwa E.ON, der FIFA, TUI, Deutsche Telekom, Allianz u. v. m.

Dass bei so vielen Köchen aus Politik und Wirtschaft kaum ein inspirierendes und schlüssiges Inovations-Menü auf den Tisch kommt, ist wohl klar. Schade um die Steuergelder aber geschickt von Scholz & Friends.

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Der Verein Deutscher Ingenieure  e.V. (VDI) verfolgt meines Erachtens mit seiner Initiative SACHEN MACHEN – Ideen made in Germany zwei Ziele:

Erstens bietet man seinen 2 „Premium-Partnern“ (e.on und Audi), den 3 „Business-“ und den 33 „Basis-Partnern“ sowie den 57 „Partnern“ (wenn ich mich nicht verzählt habe) eine hübsche PR-Plattform für deren Innovations-Projekte, sichert sich so Exklusiv-Input und betreibt damit aktiv Kundenbindung bzw. Verbandsarbeit. Das ist legitim und wie ich finde auch ganz schön pfiffig. 

Zweitens bündelt man die VDI-eigenen Sonder-Aktivitäten wie etwa den VDI-Innovationsklima-Index, formula Student, Tag der Technik, VDI ELEVATE oder TecTV (die hauseigene Web-TV-Plattform) auf einem „neutralen“ Portal und kann so viel besser über die eigenen Aktivitäten berichten als dies in den VDI-Nachrichten möglich wäre.  

Beide Ziele halte ich persönlich für völlig in Ordnung – auch wenn Verkaufsförderung und Kundenbindung offensichtlich eine gewichtige Rolle bei diesem Innovations-Portal gespielt haben. Allerdings stellen sich mir zwei Fragen:

  1. Warum läuft das Ganze Projekt nicht klar und eindeutig unter der renommierten Marke VDI-Nachrichten. Schließlich besitzt diese Publikation (so zumindest mein bisheriger Eindruck) genau die Kompetenz und Glaubwürdigkeit insbesondere bei technischen Innovationen, die der Herausforderung „Sachen machen“ gut täte.
  2. Warum lässt man an Layout und Contents keine Profis ran? Menschen, die schreiben und inspirieren können und die Internet-Seiten nicht mit Rechenschieber und CAD-Programm konstruieren. 

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Besonders prickelnd wird´s dann beim innovations report, Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft von der Firma IDEA TV, Ges. für kommunikative Unternehmensbetreuung mbH.

Mal abgesehen davon, dass IDEA TV laut der tönenden Diaschau auf der eigenen Website allen Ernstes „Digitale Kommunikation im Zeichen der Zeit“ bietet (der Rest ist Phrasendreschmaschine pur und so gesehen schon wieder hörenswert :-)) Die gesamte Seite ist nichts anderes, als eine schier unendliche und unsägliche Sammlung von Technik-News. Denn laut eigener Aussage: „ … recherchiert und veröffentlicht unsere Redaktion täglich aktuelle Meldungen der über 6.700 Content-Partner. …“ 

Source of Business ist dabei unter anderem der „ … b2b-Service, mit dem Ihnen eine Spezialisten-Börse mit gezielten Informationen zu Produkten und Dienstleistungen zukunftsorientierter Unternehmen zur Verfügung steht. …

Im Klartext: noch `n Adressverzeichnis und genau an denen mangelt es ja ;-))

Kurzum: der innovations report ist nichts anderes als ein kommerzielles Portal, dass unter dem Deckmäntelchen „Innovation“ sein Geld mit Bannerwerbung und Adressbucheinträgen verdient und dessen Contents wahllos aus unendlich vielen Quellen zusammengewürfelt werden. Dass dabei möglicherweise auch die ein oder andere sinnvolle Information dabei ist, mag ich nicht ausschließen. Viel hilft ja bekanntlich viel.

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Fazit: 

Land der Ideen ist kein Innovations-Portal (und war auch nie so gedacht), sondern Standort-Marketing.

Werbung für Deutschland zu machen, halte ich persönlich für enorm wichtig: um Fachkräfte, Know how, Kapital und ganz viele erwartungsvolle Besucher zu bekommen. Wenn das dann aber dermaßen dilettantisch zusammen gepfriemelt wird, wie „Szenen aus Deutschland – Land der Ideen, in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt“, dann trifft das empfindlich meinen durchaus vorhandenen Nationalstolz (ja, den habe ich).

Der innovations report ist ein rein kommerzielles, per Content-Syndication aufgepeptes Banner-Umfeld bzw. Adressverzeichnis.

Und SACHEN MACHEN bzw. der VDI traut sich nicht, richtig und mit offenem Visier Gas zu geben. Dabei hätten die die höchste Reputation beim Thema (technische) Innovation. 

Liebes VDI-Team: fangt doch einfach mal mit einem anständigen RSS-Feed an. Dann stört das Layout auch nicht so.

Faszinierend: „Shift happens” / „Did you know?”.


 

Gerade bei Tim Keil und Armin Karge gefunden und mit großer Begeisterung geguckt.

Besser kann man in 8 Minuten Video-Präsentation wohl kaum die unglaubliche Dynamik der aktuellen und in naher Zukunft zu erwartenden globalen Entwicklungen beschreiben.

 

Doppelte Kapitulation ? !


In den letzten Wochen sind mir zwei Artikel ganz besonders in Erinnerung geblieben:
 
Der Stern schreibt am 02.01.08:  „Die Angst der deutschen Wirtschaft vor Produktpiraten aus China ist groß. Um der Kopiergefahr zu entgehen, wählen immer mehr Unternehmen einen ungewöhnlichen Weg: Sie verzichten auf die Anmeldung von Patenten.“

 

Und silicon.de schreibt am 17.03.08: „Kauf von iPhone-Fälschungen nicht strafbar … Derzeit existiere hierzulande noch kein Gesetz, wonach sich ein Konsument beim Kauf gefälschter Ware strafbar mache …“

iphone-plagiat.png

Wenn man sich beide Artikel mal auf der geistig-moralischen Zunge zergehen lässt, dann haben wir es hier ganz offensichtlich mit einer doppelten Kapitulation zu tun. 

Kapitulation vor den bösen aber gewieften Chinesen, die dem Stern zufolge das Abkupfern mittlerweile allein auf Basis der Patentschrift beherrschen.

Und Kapitulation, weil nach mehr Gesetzen geschrien wird, anstatt an die Überlegenheit der eigenen Innovationen zu glauben.

Übrigens nicht nur im  silicon.de-Bericht. Denn als ich im November letzten Jahres die insgesamt gelungene Deutsche Bank-Veranstaltung „Deutschland 2020“ besuchte (siehe Bericht) gab es natürlich auch einen Wermutstropfen. Und der hieß Heiner Geißler.

Schwer zu ertragen waren meines Erachtens nicht nur seine Attac-Plattitüden über die böse Globalisierung im Allgemeinen und die noch viel böseren, weil ständig abkupfernden Chinesen im Besonderen. Wirklich unangenehm wurde es, als ein Mann, der durchaus des Denkens fähig ist (bzw. war), auch noch aufgeregt nach mehr staatlichem Schutz vor internationaler Produkt- bzw. Patentpiraterie rief. Zu meiner großen Verblüffung traf das aber den Nerv der anwesenden Unternehmer-Schar – gute 300 bis 400 Inhaber und Geschäftsführer großer und kleiner Mittelständler aus dem Großraum Düsseldorfer. Denn dem Podiums-Rumpelstilzchen gelang es immer wieder beachtlichen Szenen-Applaus zu kassieren.

Die einzige Gegenwehr kam von einer Dame auf dem Podium, die klipp und klar sagte: Der wirksamste Schutz gegen Patent- und Ideen-Klau sei es, bereits die nächste und übernächste Innovation in der Hinterhand zu haben. Alles andere sei – so meine Erinnerung – lediglich Augenwischerei.

Allein, das wurde kaum wahrgenommen bzw. ging im Befallsgejohle für Herrn Geißlers verquaste Thesen unter. Und zwar nicht etwa von Menschen, die ob ihrer politischen Gesinnung zu Staatsdirigismus neigen, sondern von liberal-konservativen Unternehmern, die mit eigener Initiative respektable Unternehmen aus dem Boden gestampft haben.

  

ACHTUNG: An alle Angsthasen!


Seit 14 Tagen ist meine Untersuchung „Deutschland, ein Land der Innovatoren?“ über meine Homepage abrufbar. Von diesem kostenlosen Bestellservice machen auch jede Menge Innovations-Interessierte Gebrauch. Aber gut 1/3 scheu ganz offensichtlich vor dem simplen Order-Formular zurück.

Deshalb hier mein österliches Wort an alle Hasenfüße:

  • Mich interessieren eure Daten (e-Mail / Name / Firma) nur deshalb, weil ich ein neugieriger Mensch bin und gerne weiss, wer meine Ergüsse liest. (So habe ich zum Beispiel erfahren, dass sich mehr Unternehmen aus der Schweiz als aus Deutschland für das Thema interessieren.)
  • Ich kenne auch keinen, an den ich diese Daten verscherbeln könnte (und ich würde das auch nicht tun).
  • Ich haben weder Zeit noch Lust noch Nerven mit diesen Daten irgend etwas anderes anzustellen, als dem Besteller sein Exemplar der Untersuchung zu zu mailen. 
  • Ich beglücke wildfremde Menschen nicht mit Akquise-Mails!
  • Diese Untersuchung ist kostenlos.
  • Sie umfasst   k e i n   Jahresabo über monatlich eine „Waschmaschine“ (Das Wort „Waschmaschine“ bitte durch das ersetzten, was ihr am meisten fürchtet ;-))
  • Nach Ausfüllen und Absenden des Order-Formulars passiert nur eines: man erhält postwendend die PDF-Datei der Untersuchung. Basta!
  • Die PDF-Datei ist auf einem Apple Macintosh Computer erstellt, der komplett frei von Windows-Programmen ist. Sie enthält deshalb keine Trojaner, Vieren, Würmer oder sonstiges Ekelgetier. So was gibt´s auf dem Mac nicht!

So. Wer noch immer Sch… hat, der kann mir auch gerne direkt eine Mail schicken an info(at)frankundlange.de

„The Person who says it cannot be done should not interrupt the person doing it.“


 

Altes chinesisches Sprichwort – laut Frey schreibt – und ein klasse Spruch! Danke an Michael. 

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Ebenfalls großartig sind die folgenden zwei Spots, die ich beim werbeblogger und beim Geistesblitz gefunden habe.

 

werbeblogger  

 

Geistesblitz  

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