Hier gibt´s ja gar nix zu gucken!


 

Stimmt.

Denn wer Bespiele für gelungene Innovationen sucht, der wird hier nicht fündig werden.

Ziel des Blogs ist es, alles rund um den Themenkomplex „Innovationen, Innovations-Enabling, I.-Kultur und I.-Management“ zu sammeln. Die einzelne, konkrete Innovation ist also nicht Gegenstand dieses Blogs..

Aber bevor es lange Gesichter gibt, einfach mal bei http://www.gizmodo.de vorbei schauen und schmunzeln. Denn da gibt es auf über 600 Websiten jede Menge Gimmicks und Gadgets (also auch irgendwie Innovationen :-))

 

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Zitate, Sprüche und Gedöns (Teil 2 von vielen)


 

„Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben.” Theodor Fontane (1819-98), dt. Erzähler

 

„Ich kann nicht an andere Ufer vordringen, wenn ich nicht den Mut aufbringe, die alten zu verlassen.” (André Gide, französischer Schriftsteller, 1869-1951)

 

„Der Haupthebel für Markterfolge aber bleiben die Innovationen.” Dr. Heinrich v. Pierer, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG

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Innovation – die bittere Realität?


 

Dem ist nichts hinzuzufügen ;-))

 

Deutschland, ein Land der Innovatoren?


Deutschland, ein Land der Innovatoren? Diese Frage beantwortet die gleichnamige Untersuchung, die ich von März bis Oktober 2007 bei insgesamt 208 Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern in NRW durchgeführt habe – teilweise mit verblüffenden Ergebnissen.

So fühlen sich z. B. nur 29 % aller befragten Geschäftsleitungen (Vorstände oder Geschäftsführer sowie Leiter der Konzernentwicklung) selbst für das Thema Innovationen bzw. Innovations-Management zuständig. 25 % delegieren das Thema an die Marketingabteilung, von denen sich wiederum 33 % wünschen, Innovationen wären mehr Sache der Geschäftsleitung und weitere 33 % angeben, vor lauter Arbeit keine Zeit für (noch mehr) Innovationen zu haben.

Und fast jeder fünfte Vorstand / Geschäftsführer bzw. Leiter Konzernentwicklung sieht das Thema am liebsten in der HR-Abteilung – deren Top-Manager allerdings nur in 4 % aller Fälle der Auffassung sind, dass Innovations-Management überhaupt ein Geschäftsleitungsthema sei.

screenshot_1_studie.png

Zu quantifizieren war aber nur ein Ziel. Besonders spannend war es natürlich, die versteckten Hürden in den Köpfen der Manager zu ergründen. Interessiert haben mich vor allem die Insights, die erklären, warum immer die Anderen zuständig sind und welche psychologischen Barrieren der Lust am Neuen und der aktiven Übernahme von Innovations-Verantwortung tatsächlich im Wege stehen. Ideenmangel oder gar Faulheit gehören übrigens nicht dazu.

Kurzum: die Untersuchung liefert erstmals plausible Antworten, warum (laut brand eins 5/2007) der Anteil der kommerziell erfolgreichen Neuproduktideen in deutschen Firmen nur bei 6 % liegt.

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Hier geht´s direkt zum freien Download der Studie: https://moeglichmacher.wordpress.com/2010/06/15/studie_frei/

Innovations-Preis = Investitions-Preis?!


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Was genau wird eigentlich mit einem „Innovations-Preis“ prämiert? 

Ist es die INNOVATION, oder ist es die INVESTITION, die so oder so, mit oder ohne Innovations-Preis entstanden wäre?

Nun, letzteres ist sicherlich der Fall (siehe auch PDF im Blogeintrag vom 09.01.2008) und das halte ich auch keineswegs für verwerflich. Im Gegenteil!Es ist absolut vernünftig, eine wie auch immer geartete Innovation PR-wirksam zu kommunizieren. Denn mehr Bekanntheit durch gute PR schafft Aufträge und sichert Arbeitsplätze. Und nichts anderes ist Sinn und Zweck von Innovationen.

Aber wie wär´s denn mal mit folgenden Innovations-Preisen?

  • Der Innovations-Preis für den Manager, der es am besten geschafft hat, seine Mitarbeiter kreativ und mutig zu machen
  • Der Innovations-Preis für die Organisationsstruktur, die abteilungs- oder sogar unternehmens-übergreifendes Querdenken am besten fördert.
  • Der innovationspreis für das Mitarbeiter-Bewertungssystem, mit dem das Schaffen von Innovationen am besten und am konsequentesten belohnt wird. 

Ein solcher „Innovations-Preis“ würde dann auch das Bewusstsein dafür schärfen, dass die Fähigkeit innovativ zu sein, vor allem eine Frage der „Gesinnung“ bzw. der Unternehmensführung ist.

Aber vielleicht gibt es bereits einen Preis, der tatsächlich das Möglich-Machen von Innovationen prämiert. Ich kenne den zwar nicht, bin aber für jeden Hinweis dankbar!!!

Bildquelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Lorbeerkranz_Zypern_rem.jpg

   

Innovationskultur: seit Oktober 2006 nicht mehr aktualisiert.


deutsche-stars_bild.jpg

Tja, da gibt es eine Initiative Namens „Partner für Innovationen“ mit recht spannenden Beiträgen rund um das Thema Innovation. Nach kurzem Stöbern findet man beispielsweise einen Gastbeitrag mit dem Titel „Angst essen Seele auf“ oder erfährt mehr über „Wirtschaftsmotor Wissen, Menschen machen Innovationen“.

Und was ist damit?

Die Initiative gibt´s nicht mehr. Warum, steht da nicht.

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Was dort allerdings steht, sind die Ziele dieser Ex-Initiative. Und die lauten:

»Wir wollen die Menschen in Deutschland für innovative Ideen und Erfindungen begeistern. Wir werden das Vertrauen des Einzelnen in seine Leistungsfähigkeit stärken, zu Veränderungen ermutigen und die Freude an Kreativität wecken.Wir wollen die Bedingungen für Innovationen in Deutschland verbessern. Wir werden Wege zu innovationsfreundlicheren Standort- und Wettbewerbsbedingungen aufzeigen und uns für den Abbau bürokratischer Hemmnisse einsetzen.Wir wollen in einer Vielzahl wichtiger Themenfelder – vom Wissensträger Mensch bis zur Mobilität, von vernetzten Welten bis zu Dienstleistungen – die konkrete Umsetzung von Innovationen ermutigen und unterstützen. Wir zeigen beispielhafte Projekte, geben Handlungsempfehlungen und stoßen Pionieraktivitäten an.«

Kann man diese Ziele tatsächlich zu einem bestimmten Termin erreichen? Oder ging der Initiative im Oktober 2006 womöglich einfach nur das PR-Budget aus? War diese Initiative wieder nur „Schulterklopfen“ für längst entwickelte Innovationen — also analog zur Prinzip der „Innovations-Preise“, die ja ebenfalls nur das prämieren, was sowieso schon entwickelt wurde. Oder handelte es sich gar um eine weiteres „Innovations-Deckmäntelchen“, mit dem Ziel, aktiv zu wirken ohne dafür aktiv werden zu müssen?

Zugegeben: das sind überflüssige Fragen, schließlich gibt es die Initiative nicht mehr. Aber schade ist es schon.

Geblieben ist allerdings eines: ein wirklich gut gemachtes, kleines PDF-Büchlein mit dem Titel Deutsche Stars, 50 Innovationen, die jeder kennen sollte.

  

Links 01/08


 

02.01.2008   Unternehmen verzichten auf Patente – Wirtschaft – stern.de … „Deutsche Maschinenbauunternehmen verzichten zunehmend auf Patentschutz. Auf diese Weise wollen sie Produktpiraten abwehren.“ …

15.11.2007   Die Produkte von morgen – manager-magazin.de … „Deutschlands Zukunft: Sechs Innovationen im Überblick“ …

03.08.2007   Kopf schlägt Geld – manager-magazin.de … „Diese Hidden Champions beweisen: Innovation ist eine Führungsfrage.“ …

31.05.2007   Früchte der Erleuchtung – manager-magazin.de … „Alarmierend ist für die BCG-Statistiker eine allgemeine Innovationsmüdigkeit, die sie festgestellt haben. Nur 46 Prozent des befragten Führungspersonals seien zufrieden mit den Erträgen ihrer hauseigenen Innovationspolitik und fragen, ob sich all das Geld lohnt, das sie dafür ausgeben. So gaben nur noch 23 Prozent an, dass dieser Bereich zu ihren wichtigsten Aufgaben zählt.“ …

01.05.2007   Studie: Innovation lohnt sich nur selten – manager-magazin.de … „Unternehmen, die sich Marktentwicklungen wie zum Beispiel dem Strategiewechsel von Wettbewerbern, neuen Technologien und sich ändernden Kundenvorlieben gut anpassen können, sind wesentlich erfolgreicher, als Unternehmen, die Veränderungen selbst aktiv mitgestalten.“…

22.06.2007   Innovation im Mittelstand: Zufällige Einfälle – manager-magazin.de … „Innovationen im deutschen Mittelstand beruhen zu über 80 Prozent auf dem Zufallsprinzip.“ …

Mai 2006   Innovation Performance: Das Erfolgsgeheimnis innovativer Dienstleister … „Vor dem Hintergrund, dass der Dienstleistungssektor in modernen Industriestaaten etwa zwei Drittel des Bruttoinlandsprodukts ausmachen, stellt sich nun die Frage: Trifft die Gleichung „Innovation = wirtschaftlicher Erfolg“ auch auf den Dienstleistungssektor zu?“ …

aus 2006   Neue Studie „Wachstumsfaktor Innovation“: Deutschland im internationalen Standortvergleich unteres Mittelmaß – Innovationsfreundliche Rahmenbedingungen notwendig bei vbw … „Deutschland ist im internationalen Innovationswettbewerb nur unteres Mittelmaß und landet auf Platz 11 von 16 Industriestaaten.“ …

      5.080.000 Treffer für „Innovationspreis“ …


       

      … zumindest, wenn man bei Yahoo nach dem Begriff sucht. Google ist da wählerischer und beschränkt sich auf 89.200 Einträge.

      Die 35 erstbesten Einträge, die ich bislang überflogen habe, liegen als Innovationspreise.pdf bei. Angefangen beim Innovations-Preis der Deutschen Wirtschaft, über den für Textil + Mode bis hin zum Mehrweg-Innovationspreis (fragt sich natürlich: was machen die nach dem Recycling daraus? ).

      Die Kurzbeschreibungen sind wortwörtlich von den jeweiligen Webseiten übernommen worden. Welcher der Preise sinnvoll ist, sollte also jeder selbst für sich entscheiden. Wer noch mehr kennt, bitte melden.

      Download –> innovationspreise.pdf

        

      Na geht doch!


      Hier Hier ein kleiner Nachtrag zum meinem Eintrag vom 15.11.07 („Fremd-Peinlichkeit“), den ich gerade bei Horzont.net gefunden habe.

      Demzufolge haben sich Sinalco und Bionade außergerichtlich geeinigt. Sowohl der neue Name SINCONADA, als auch das Pullen-Design sind jetzt weit genug vom Original entfernt. Und grundsätzlich ist ja gegen gekonnt gemachte Me-too-Produkte nichts einzuwenden.

      Das ursprüngliche Plagiat gibt´s zum Vergleich noch einmal hier zu sehen.

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      IBM macht die Innovations-Welle


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      Irgendwie habe ich das Gefühl, das die IBM beim Thema Innovation gerade mächtig Gas gibt. 

      • Erst vor ein paar Tagen hatte ich zufällig mal wieder die  Global CEO Study 2006 der IBM in der Hand, die sehr schön belegt – zumindest aus IT- bzw. IBM-Sicht – wie wichtig Innovationen sind. 
      • Heute landete ich dann über eine (neue ?) Banner-Kampagne auf der five-in-five Seite mit fünf recht spannend beschriebenen 5-Jahres-Trends zu den Themen Gesundheitswesen, Sprachübertragung, 3D-Internet, Umwelt und Telekommunikation. Ebenfalls nett – zumindest für Technik-Affine.
      • Und zu guter letzt gibt es noch die IBM e-Business-Site, die ebenfalls kompromisslos das Thema „Innovationen“ für die IBM besetzt. Lesenswert ist zum Beispiel die Seite über das Genographic Project, einem auf fünf Jahre angelegten Forschungsprojekt, bei dem ergründet werden soll, wie der Mensch die Erde besiedelt hat (laienhaft formuliert)eyebeem.jpg

      Markenstrategisch ist das brillant. Nicht nur, weil die Studie der Deutschen Bank (Deutschland 2020, siehe Post vom 08.11.07) zur Projektwirtschaft, eine solche Strategie untermauert – aus einer ganz anderen Blickwinkel betrachtet. Sondern auch, weil gerade die IBM das Thema Innovationen besonders glaubwürdig besetzten kann. Schließlich hat sich Big Blue bereits Anfang der 90er Jahre den Luxus gegönnt, ein doppelseitiges Anzeigenmotiv (GGK Düsseldorf) zum Thema Grundlagenforschung zu schalten. Forschung, die die IBM tatsächlich seit Jahrzehnten betreibt. Die Anzeige selbst konnte ich zwar nicht mehr auftreiben. Das Visual sehr ihr aber oben.

      Sport-Innovationen.


      Dank des „Ideenverteilers“ hier der perfekte Wochenabschluss: „SPORT-Innovationen“.

       

       

      Beim zweiten Spot kann ich nur sagen: Spitzen-Idee, das würde selbst mich garantiert zum Fußballfan machen.

       

       

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      <– am besten direkt RSS-Feed abonnieren. Hier bekommt man nämlich schon heute all die Spots zu sehen, die erst in 6 bis 9 Monaten prämiert werden. 

       

      Hallo, lieber Markt, was brauchst du denn?


      Wie kann man Neues planbar und messbar machen? Woher weiss man, ob Menschen etwas brauchen / gut finden / präferieren, wenn es dieses „etwas“ noch gar nicht gibt? Haben Handybenutzer das iPhone, Fernsehzuschauer den Flatscreen und wir alle vor 20 Jahren das Internet vermisst? 

      Dass der bisherige Erfahrungsschatz bei Kunden und im Unternehmen als Messlatte wenig taugt, bringt Artur Fischer (über 1.000 Patente u. a. für die Fischerdübel) im Interview mit der der Technology Review 11/2007 wie folgt auf den Punkt:

      »…  Wenn ich hier im Unternehmen etwas anbiete, heißt es oft: da müssen wir erst Marktforschung betreiben. Ich sage: Womit denn? Das, was ich jetzt in der Hand habe, das haben Sie doch gar nicht. Wenn mich auf die Wiese stelle und sage: Hallo, lieber Markt, was brauchst du denn – der sagt mir gar nichts. Ich muss dem Markt etwas anbieten und dann entscheidet der Markt, ob es richtig ist oder falsch..« 

       

      Das ist übrigens kein Statement gegen Marktforschung, sondern ein Appell für mehr Visionen (gerne auch mit der richtigen Marktforschung gestützt).

      Innovations-Management: worauf es ankommt.


       

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      In den letzten Monaten habe ich weit über 100 Telefonate geführt, um heraus zu bekommen, wie es um das Thema „Innovations-Management“ in großen deutschen Unternehmen bestellt ist. (*)

      Auf meine Standard-Einstiegsfrage, wer denn bitte AUF GESCHÄFTSLEITUNGSEBENE für das Innovations- Management zuständig sei, erhielt ich höchstens 3 bis 4 mal eine direkte Antwort. Unter anderem, zu meiner Überraschung, vom TÜV Rheinland. 

      Wie aus der Pistole geschossen flötete es mir dort entgegen: „Leiter unserer Abteilung Innovations-Management ist Herr Dr. Elmar Witten. Die Durchwahl lautet …  Einen kleinen Augenblick, bitte, ich stell Sie eben durch. Ach – und einen schönen Tag noch, Herr Frank.“ 

      Das Telefonat war übrigens nicht minder verblüffend! Der Mann hat richtig Ahnung – und er hatte einen kleinen Fachartikel für mich, der schön klar (wenn auch etwas trocken) erklärt, auf was es beim „systematischen Innovations-Management“ ankommt. 

      Zum Beispiel darauf, „schlummernde Ideen“ aufzudecken, um so die Akzeptanz für mehr Innovationen im Unternehmen zu steigert.

      Z. B. darauf, die Fähigkeiten und die Motivation von Mitarbeitern bei der Entwicklung von Innovationen systematisch zu fördern.

      Und nicht zuletzt darauf, dass Innovationen unbedingt die Unterstützung des Top-Managements erfordern.

      Hier der Download: usp3-07_witten_3108071.pdf

      (*) Die Research-Ergebnisse folgen etwas detaillierter im Laufe der nächsten Wochen.

      Nasen-Fische.


      eatnstyle_fisch.jpg 

      Eigentlich war meine Erwartungshaltung bei der eat ´n style (Köln, Fr. 16.11. bis So. 18.11.07) eher die, dort Unmengen an vorweihnachtlichem Deko-Firlefanz vorzufinden.

      Ich war ordentlich überrascht: nette Küchen-Gadgets (fast alle zum Ausprobieren, inkl. der Küchenmesser), tolle Waren, richtig engagierte, von ihren Produkte beseelte Anbieter und nicht zuletzt glückliche „Nasen-Fische“.

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      Fazit 1: Vorurteile sind doof. Es lohnt sich auch ohne Freikarten. Eintritt 18 Eurolinchen plus – wenn ich mich Recht entsinne – 16 gut angelegte Euros für das amerikanische Wagyu-Rindvieh auf meinem Teller.

      Fazit 2: Wir haben drei bis vier spannende Zutaten für Cook & Coach® gefunden, die unsere Teilnehmer garantiert schwer beeindrucken werden (z. B. ein traumhaftes Basilikum-Öl, Chili-Salzflocken aus einem australische Binnen-Salzsee und  tasmanischen Pfeffer, der ein leicht an Lorbeer erinnerndes Aroma hat).

      Wer sich also noch einmal richtig gepflegt durchfressen möchte: Sonntag ist Schicht.

      Fremd-Peinlichkeit


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      Kennen Sie das Gefühl der „Fremd-Peinlichkeit“? 

      Dieses Unbehagen, wenn sich Menschen über eine unsichtbare Schamgrenze hinweg setzen, so dass man als Zuschauer ein diffuses Unbehagen aufgezwungen bekommt? Wenn also jemand beispielsweise ein me-too-Produkt auf den Markt bringt und das so gründlich macht, dass allein der Anblick der Flasche reicht, um peinlich berührt zu sein? Von jemandem, der offensichtlich noch nicht einmal Respekt vor China-Gemüse hat und kurzerhand die (nahezu) gleiche Typo für selbiges verwendet?

      Was sagt man so jemandem?

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        Rät man ihm trotz juristischer Scharmützel souverän zu sagen: Jawoll! Ich habe abgekupfert. Aber wo einer Platz hat da passt auch noch ein zweiter rein, Konkurrenz belebt das Geschäft und schließlich geht es hier um die Sicherung von Arbeitsplätzen?

        Empfiehlt man ihm, sich ein Beispiel an anderen Produkten zu nehmen.

        Stärkt man das ohnehin gut entwickelte mentale Sitzfleisch und lobt ihn für sein kürzlich verfasstes Bekenntnis zum Kleingeist.

        Oder ignoriert man ihn einfach – zum Beispiel, wenn man ihm im nächsten Regal begegnet? Kurzum: was rät man so jemandem? 

        _____________________

        Nachtrag 15.11.07, 17:15 Uhr: Gerade im reklamehimmel.de von Bernd Kreutz gelesen: Deutschlands nächster Millardär.Da kann man schon verstehen, dass so manch einer grün vor Neid wird ;-)

        siehe auch. Bionade, H. Hövelmann GmbH, Feldschlößchen, Maltonade, Frankfurter Brauerei

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