Der Tagesprophet war gestern: Die Zukunft gehört den iBooks – oder?

Zur Erinnerung: Der Daily Prophet, Harry Potters Tageszeitung, sah in etwa so aus und ist mit dem neuen, multimedialen iBook-Format von Apple längst von der Realität überholt worden. Weil iBooks bunter und smarter als der Tagesprophet sind und ganz ohne die Sauerei funktionieren, die die Zustellung per Eulenpost so mit sich bringt. Und natürlich auch, weil man solche interaktiven Werke mit iBooks-Author, der kostenlosen Publishing-Software von Apple, heute selbst erstellen kann.

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Erste Erfahrungen:

Voraussetzung für´s Gratis-iBook: Ein iPad mit iOS 4.2, Apples freie iBooks-App ab Version 2 und der Link zum Buch (siehe unten).

Wie Richard Gutjahr ja schon trefflich anhand seines G! books gezeigt hat, funktioniert die Erstellung eines iBooks im Prinzip ohne Vorkenntnisse und Schulung – aber nicht ohne Aufwand und schon gar nicht einfach. Jedenfalls dann nicht, wenn man versucht das Programm so zu nutzen, wie ich das von Pages oder Keynote, Apples Alternative zu Word und Powerpoint, gewohnt war: Also frei von den schicken aber selten passenden Vorlagen.

Bei iBooks-Author führt das unbedarfte Löschen der im Layout vorgegebenen Bild-, Headline- oder Copy-Platzhalter nämlich dazu, dass wesentliche Funktionen des iBooks zerschossen werden. Etwa die charmante Option, sich eine Nur-Text-Ansicht vom Buch anzeigen zu lassen, indem man das iPad einfach ins Hochformat dreht. Eine Ansicht, die inhaltlich mit den gestalteten Querformat-Seiten identisch sein sollte – vorausgesetzt man hat nicht die im Template vorgegebene Headline- oder Text-Felder ignoriert.

Hat man solcherlei Begriffsstutzigkeiten überwunden und sich prinzipiell mit einer der sechs Design-Linien von Apple oder der mittlerweile 20 Vorlagen von Jumsoft angefreundet, steht einem beherzten Eingriff ins Layout kaum noch etwas im Weg. (Welche Vorlage die meine ist, dürfte trotzdem nicht all zu schwer zu erraten sein.)

Etwas haarig wird´s eigentlich nur noch an einer Stelle: Einem nummernlosen Inhaltsverzeichnis. Denn das sieht bei kleineren Publikationen (zwei Kapiteln und 14 Seiten) nun mal entspannter aus, als jede Überschrift diplomarbeitsmäßig mit 1.1, 1.2, 1.3  … 2.4 durchzuzählen. Mit etwas Trickserei funktioniert aber auch das.

Anschauen kann man sich das Ergebnis meiner Bemühungen übrigens auch. Dazu den Link bitte direkt auf dem iPad öffnen.

http://www.frankundlange.de/IBBuch.ibooks

Ist das iPad gerade nicht zur Hand, Link kopieren, ans iPad mailen, dort in Mail anklicken, Innovation-Board-Buch laden und automatisch in iBooks anzeigen lassen. Klappt das nicht, fehlt vielleicht die iBooks-App und/oder das Betriebssystem müsste mal wieder ein wenig aktualisiert werden.

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Die Fragen: 

Nach all der Bastelei möchte ich jetzt natürlich gerne wissen, wie ihr das aktualisierte Innovation-Board findet, dass von Christian Buchholz ja noch um die Ausbildung zum Innovation-Coach erweitert wurde.

Unabhängig davon interessiert mich zudem, ob ihr ganz grundsätzlich mit dem iBook klar gekommen seid. Wie findet ihr den Look und die interaktiven Elemente? Ist die Art zu blättern, Bilder zu vergrößern, eigene Notizen anzulegen, Filme abzuspielen etc. intuitiv genug? Sind all das bloß Spielereien, die vom Inhalt ablenken oder liest man ein interaktives Buch lieber? Würden eure Kunden, vorausgesetzt, sie haben ein iPad, ein solches iBook zu schätzen wissen – beispielsweise als Alternative zu einer gedruckten Broschüre? Kurzum: Taugen interaktive iBooks etwas oder nicht?

Oder wird sich das iBook allein deshalb nicht verbreiten, weil das Gross der iPad-Besitzer längst aus der Windows-Welt stammt und man dort selten freiwillig das Betriebssystem aktualisiert, ergo auch (noch) keine iBooks öffnen kann? Falls ja: Für euch gibt´s als Notlösung noch ein statisches PDF – selber Schuld ;-)

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  1. Also ich finde das iBook sensationell!! :-)

    Und im 4-Augengespräch beim Kunden viel besser als eine gedruckte Broschüre oder eine Powerpoint-Präsentation.

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